Beim Krimi wird der Leser zum Ermittler!

Auch wenn die Ursprünge des Kriminalromans weiter zurückreichen, etablierte er sich erst im 19. Jahrhundert als eine literarische Gattung. Traditionell galten Krimis im Literaturbetrieb als gering geschätzte Trivialliteratur, die für ein breites und wenig anspruchsvolles Lesepublikum geschrieben wurden. Die Möglichkeiten, psychologische Momente zu schildern, die den Verbrecher antreiben, Milieubeschreibungen zu liefern oder den Ermittler in eigene Gewissensnöte zu stürzen, wurden immer wieder auch literarisch anspruchsvoll verarbeitet. So kann den Roman von Fjodor Dostojewski „Schuld und Sühne“ oder „Stopfkuchen“ von Wilhelm Raabe als Kriminalroman verstanden werden. Auch Friedrich Dürrenmatt und Theodor Fontane (Unterm Birnbaum) haben literarisch anspruchsvolle Kriminalromane geschrieben.

Der Kriminalroman hebt sich von anderen Genres dadurch ab, dass der Leser aktiv bei der Lösung des Falls und des Verbrechens beteiligt ist. Die Frage „Wer hat das Verbrechen wie begangen und warum?“ lässt den Leser mit dem Ermittler mitfiebern. Der Rätselspaß versteckt sich im Detail, den der Autor des Romans zu erzeugen versucht.

Wir wollen ihnen Krimis die ihren den Leben einer Ermittler inszenieren würden, die lassen ihren nur passiv oder als Zuschauer in den Lebenslaufen eines Detektiv ziehen. Diese Bücher würden ihnen ein Gespür für die Zwischentöne und die subtilen Unaufrichtigkeiten der Gegenwart, das ihre Geschichten so eindrucksvoll macht. Diese Erzählungen leben vom genau abgewogenen Rhythmus der Sätze und von den Intensität der Dichte der Stimmungen, die sie zu erzeugen vermag.

 

Totenhaus : Thriller / Bernhard Aichner. – Münhen : BTB, 2015. – 416 S.

TotenhausEin seit zwanzig Jahren leerstehendes Hotel.
Eine Mörderin auf der Flucht.
Ein Albtraum, der kein Ende nimmt.

Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Schnell wird klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss, dass hier die Leichenteile eines vor einem Jahr spurlos verschwundenen Schauspielers liegen. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Verstorbene damals versorgt und eingebettet hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Brünhilde Blum den Schauspieler getötet hat. Doch die ist wie vom Erdboden verschluckt … Nun sucht sie Zuflucht zu einem Ort, den sie besser gemieden hätte …

„Einer der atemberaubensten Thriller, den ich seit Jahren gelesen habe.“
– US-Bestsellerautorin Lisa Gardner über „Totenfrau“

„Ein Hammerbuch!“
-Kester Schlenz, STERN

„Ich garantiere Ihnen schlaflose Nächte.“
-Independent

„Originell, eindrucksvoll, fesselnd.“
-THE TIMES

 

Interview mit einem Mörder : ein Max-Broll-Krimi / Bernhard Aichner. –  Innsbruck , Wien : Haymon Verlag, 2016. – 287 S.

Kann man über Nacht zum Mörder werden? Bernhard Aichner verrät die Interviewbeunruhigende Antwort.Der neue Krimi von Bernhard Aichner: Max Brolls bester Freund im Visier eines Mörders

Dramatische Szenen bei der Eröffnung des neuen Würstelstandes von Ex-Fußballstar Johann Baroni: Mitten in dem fröhlichen Geschehen fällt ein Schuss – und Baroni sinkt zu Boden. Totengräber Max Broll ist verzweifelt: Sein bester Freund darf nicht sterben!

Als er wieder zur Besinnung kommt, erinnert sich Max: Er hat den Schützen gesehen. Doch der vermeintliche Täter entpuppt sich als harmloser Tourist. Es gibt kein Motiv, keine Tatwaffe, keine weiteren Zeugen – niemand schenkt Max Glauben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und sich an die Fersen des Mannes zu heften.

Und tatsächlich sitzt er dem Mörder bald Auge in Auge gegenüber – doch der ist klug, nichts kann seine Schuld beweisen. Max folgt ihm in einer atemlos spannenden Verfolgungsjagd, die ihn bis auf ein Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer bringt. Er ist überzeugt: Nur er kann den Verrückten zur Strecke bringen, um weitere Gräueltaten zu verhindern …

Brixton Hill / Zoe Beck : Thriller. – München : Wilhelm Heyne Verlag, 2014. – 382 S.

Brixton HillWir finden dich.
Erwarte uns.

London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Ein falsches Spiel um Macht und düstere Geheimnisse beginnt. Ebenso die Jagd auf Em – im Netz und in der Realität…

„Die Kunst der Kriminalliteratur – Zoe Beck beherrscht sie auf dem Effeff.“
-Ulrich Noller, WDR

Herzrasen : Roman / Pieke Biermann. – München : Rotbuch Verlag, 1993. –  318 S.

Ein totes Kind ist gefunden worden in Berlin-Mitte, dem alten „Scheunenviertel“, wo Herzrasenfrüher Juden, Anarchisten, Huren, Ganoven und brave Bürger lebten. Doch das ist Geschichte. 1992 prallen hier das alte und das neue Berlin, Ost und West, Stasi-Vergangenheit und Neonazis aufeinander. Abgelenkt von ihren eigenen Anfällen von amourösem „Herzrasen suchen Katrin Lieze und ihre Crew nach einem Mörder…“

„Berlin ist mit der Vereinigung zwar größer, aber kälter und enger geworden.“
-Neue Zeit

„Diese Berliner Lady of Crime macht Ernst mit ihren Themen … aber sie macht auch einen enormen Spaß!“
-Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Biermann erzählt Geschichte über Menschen in Berlin, über die höchst eigene Realität dieser Stadt, ihre Geschichte, das Tempo, ein Sammelsurium von Typen und ein Durcheinander der subkulturellen Jagdreviere.“
-Süddeutsch Zeitung

Eckhoffs Fall / Horst Bieber. – Dortmund : GRAFIT Verlag GmbH, 1999. – 255 S.

Eckhoffs FallPeter Eckhoff, ein geachteter Ingenieur, wird von der Polizei verdächtigt, seine Frau Julia ermordet zu haben. Denn Julia ist seit sechs Wochen verschwunden, nach einem heftigen Ehekrach und der Androhung von Scheidung, wie Zeugen berichten. Kurze Zeit später wird Eckhoffs Freundin Charlotte Gerber Opfer eines Verbrechens. Wieder deuten alle Verdachtsmomente auf den Ingenieur. Der ergreift in Panik die Flucht, die ihn quer durch Deutschland führt und zu einer faszinierend komischen wie beklemmenden Reise ins Reich der Kleinkriminellen und Gelegenheitsgauner wird.

Für Kommissarin Caroline Heynen fügen sich die Steinchen des rätselhaften Mordfalles zu einem bemerkenswerten Mosaik zusammen.

Blaue Nacht : Kriminalroman / Simone Buchholz. – Berlin : Suhrkamp, 2016. – 235 S.

Weil sie einen Vorgesetzten der Korruption überführt und einem Gangster die Blaue NachtKronjuwelen weggeschossen hat, ist Staatsanwältin Chastity Riley jetzt Opferschutzbeauftragte und damit offiziell kaltgestellt. Privat gibt es auch keinen Trost: Ihr ehemaliger Lieblingskollege setzt vor lauter Midlife-Crisis zum großen Rachefeldzug an, während ihr treuester Verbündeter bei der Kripo knietief im Liebeskummer versinkt. Da ist es fast ein Glück, dass zu jedem Opfer ein Täter gehört.

Das Opfer ist ein Mann ohne Namen, der übel zugerichtet in ein Krankenhaus im Hamburger Osten eingeliefert wird. Alles sehr professionell gemacht, der klassische Warnschuss. Riley gewinnt nach und nach sein Vertrauen. Bei zwei bis acht Bier auf der Krankenstation nennt er ihr schließlich einen Namen. Nicht seinen, aber es ist eine Spur, und die führt nach Leipzig. Dort findet Riley einen Verbündeten und viel zu viele synthetische Drogen. Als ihr klar wird, wer hinter der Sache steckt, sieht sie ihre Chance, endlich einen der ganz großen Fische dingfest zu machen.

 

»Nur fürs Protokoll: Dies ist eine höchst seltsame Nacht. Und seltsame Nächte sind immer eine Ankündigung.«

Ein Bulle im Zug : tropen roman / Franz Dobler. – Stutgart : J.G. Cotta, 2014. – 348 S.

Ein Bulle im ZugDeutscher Krimi Preis 2015

Kriminalhauptkommissar Fallner hat bei einem Einsatz einen jungen Kriminellen erschossen. Jetzt ist er dienstunfähig. Fallner nimmt den Rat seiner Therapeutin an und verwirklicht seinen Jugendtraum: Mit einer Bahncard100 so lange Zug fahren, wie er Lust hat. Auf die Tour will er auch endlich den toten Jungen aus dem Kopf kriegen.

Was an dem Abend, an dem der Junge erschossen wurde, genau passiert ist, kann keiner mehr sagen. War es Notwehr? Wo ist die Waffe des Jungen? Und warum kann sich keiner mehr an etwas erinnern? Fallner muss einfach mal raus aus München. Weg von dem toten Jungen, der ihn permanent in seinen Gedanken verfolgt. Es beginnt eine ziellose Reise durch Deutschland. Franz Dobler schafft es mit einem ihm eigenen Sound, das Porträt eines Polizisten im Zug nach nirgendwo zu zeichnen. Spannend, humorvoll und angenehm unangestrengt.

„Ein vielsichtiges, alle Genregrenzen sprengendes Meisterwerk“
-Sonntagszeitung, Gunther Blank

„Eine bösartige und realistische Beschreibung des geistigen Zustandes der Republik“
-Radio Bremen, Tobias Gohlis

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